FC Bayern - Nagelsmann verteidigt Salihamidzic: "Freue mich, dass er nicht immer nur auf die Visage kriegt"

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hat sich vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Eintracht Frankfurt vor Sportvorstand Hasan Salihamidzic gestellt und dem 45-Jährigen eine gute Arbeit bescheinigt.

"Dieser Sommer war sehr gut, es ist aber auch immer die Frage, wie sich die Neuzugänge zurecht finden. Brazzo war sehr fleißig und hat einen guten Job gemacht. Da kann man ihm nur gratulieren", sagte Nagelsmann auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei der SGE. "Ich freue mich, dass er nicht immer nur auf die Visage kriegt, wie es in den letzten zwei Jahren oft der Fall war. Denn er ist ein sehr netter Typ. Er hat es nicht verdient, immer kritisiert zu werden."

Nagelsmann: FC Bayern will "kein Hurra-Klub sein"

Die Kritik am Sportvorstand, welche in den vergangenen Jahren immer wieder die Runde machte, könne er nicht nachvollziehen. "Wenn ich sage, sie (die Kritiker; Anm.d.Red.) sind zurecht verstummt, würde ich ja legitimieren, dass er zurecht kritisiert wurde", so der Bayern-Coach.

Für die Transferperiode sei "nicht immer einer allein verantwortlich", es sei "kein Alleingang. Am Ende gibt es auch einen Aufsichtsrat, der gewisse Dinge absegnet oder eben nicht. Wir sind ein Klub, der solide wirtschaften will. Wir wollen kein großes Minus machen."

Letztlich wären auch Salihamidzic irgendwann "die Hände gebunden. Da muss man auch mal Spieler finden, die den Kader ergänzen. Die noch nicht die fertigen Top-Stars sind", sagte Nagelsmann. Der FC Bayern wolle "kein Hurra-Klub sein, der auf Teufel komm raus eine Top-Mannschaft hinstellt."